
Dokumentation von EMDR-Sitzungen: Herausforderungen und praktische Lösungen
EMDR gehört heute zu den etablierten Verfahren in der Traumatherapie. Es ist ein hochstrukturiertes Verfahren und die Dokumentation anspruchsvoll. Eine Sitzung bewegt sich entlang klarer Phasen, springt zwischendurch zurück, verdichtet sich, öffnet sich wieder. Wer das korrekt festhalten will, steht vor einer Doppelaufgabe: den emotionalen Prozess der Klient:innen begleiten und den methodischen Ablauf sauber abbilden. Eine allgemeine Verlaufsnotiz reicht nicht aus, um den tatsächlichen Sitzungsverlauf nachvollziehbar abzubilden.
Warum die Dokumentation von EMDR-Sitzungen anspruchsvoll ist
Eine gute EMDR-Dokumentation hält nicht nur fest, dass eine Sitzung stattgefunden hat. Sie muss auch nachvollziehbar machen, welche Inhalte bearbeitet wurden, an welcher Stelle des Prozesses sich die Therapie befindet und welche Veränderungen während der Sitzung beobachtet wurden. Viele Therapeut:innen kennen Situationen wie diese:
- Die Ausgangserinnerung wurde bearbeitet, aber die Reprozessierung konnte noch nicht abgeschlossen werden.
- Die Sitzung fokussierte sich ausschliesslich auf Ressourcenarbeit und Stabilisierung.
- Die Reprozessierung fand statt, der Körperscan und die Verankerung jedoch noch nicht.
- Die Bearbeitung musste aufgrund starker Belastung früher beendet werden.
Solche Unterschiede sind für den Therapieverlauf relevant und sollten sich in der Dokumentation widerspiegeln.
Welche Inhalte gehören in eine EMDR-Dokumentation?
Zu den zentralen Bestandteilen einer EMDR-Dokumentation gehören die bearbeitete Ausgangserinnerung, die damit verbundenen negativen und positiven Kognitionen sowie der Verlauf der Verarbeitung. Ausserdem werden das subjektive Belastungserleben (SUD) und die Glaubhaftigkeit der positiven Kognition (VOC) festgehalten.
Relevante Informationen ergeben sich zudem aus der Desensibilisierung und Reprozessierung, etwa in Form von Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen oder neuen Einsichten. Je nach Verlauf der Sitzung können auch Verankerung, Körperscan sowie der Sitzungsabschluss mit wichtigen Vereinbarungen oder Hinweisen für die Zeit bis zum nächsten Termin Teil der Dokumentation sein.
Eine strukturierte EMDR-Dokumentation schafft Nachvollziehbarkeit, erleichtert den Wiedereinstieg in laufende Behandlungen und unterstützt eine konsistente Therapieführung über mehrere Sitzungen hinweg. Gerade bei einem so klar aufgebauten Verfahren wie EMDR lohnt sich deshalb eine Dokumentation, die den tatsächlichen Sitzungsverlauf präzise abbildet.
Die neue EMDR-Vorlage von PlaynVoice
Um die Dokumentation von EMDR-Sitzungen zu erleichtern, haben wir bei PlaynVoice eine eigene EMDR-Vorlage entwickelt. Sie orientiert sich am EMDR-Standardprotokoll und bildet den tatsächlichen Sitzungsverlauf strukturiert ab.
Besonders wichtig: Dokumentiert werden ausschliesslich die Phasen, die in der jeweiligen Sitzung tatsächlich stattgefunden haben. Nicht durchgeführte Prozessschritte werden nicht automatisch ergänzt. So entstehen nachvollziehbare Sitzungsnotizen, die den Therapieverlauf präzise abbilden und den Wiedereinstieg in die nächste Sitzung erleichtern.
EMDR und mehr
Und das ist nur einer von vielen Einsatzbereichen von PlaynVoice. Vom Erstgespräch über die Verlaufsdokumentation bis zur EMDR-Sitzung hilft dir das Tool, deine Arbeit einfacher, fokussierter und entspannter zu gestalten.
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